Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

302

Dauer Mitgliedschaft

20 Jahre, 5 Tage

Alter beim Eintritt

46

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Eduard Wahl (* 29. März 1903 in Frankfurt am Main; † 6. Februar 1985 in Heidelberg) war ein deutscher Professor der Rechtswissenschaft und Politiker der CDU. Er gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahl 1949 bis 1969 an. Er war 1953 bis 1957 Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Besatzungsfolgen. Zeitweise gehörte er auch der Parlamentarischen Versammlung des Europarates an, in der er von 1966 bis 1970 das Amt des Vizepräsidenten bekleidete.

Leben

Eduard Wahl wurde 1903 als Sohn eines Rektors geboren. Nach dem Besuch der Schule studierte er an den Universitäten in Frankfurt, Heidelberg, Marburg und Paris. Im Jahr 1923 promovierte er mit seiner Schrift Die für den Fall der klagemäßigen Verurteilung erhobene Widerklage. Sein Assessorexamen erreichte er 1927, anschließend wurde er Mitarbeiter am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin. An der hiesigen Universität folgte 1932 die Habilitation, drei Jahre später wurde er als außerordentlicher Professor an die Universität Göttingen gerufen. Im Jahr 1941 nahm er das Angebot der Universität Heidelberg an, die ihm einen Lehrstuhl für Zivilrecht angeboten hatte. Nach dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Wahl aufgrund politischer Belastung in die Wehrmacht eingezogen. Nach dem Ende des Krieges wurde er wieder Professor an der Universität Heidelberg, wo er bis 1971 blieb. Im Prozess gegen die Nürnberger IG Farben 1947/1948 hatte er das Mandat der Verteidigung inne, außerdem war er auch als Sachverständiger gefragt. Nach seinem Austreten aus dem Bundestag 1969, setzte er sich zur Ruhe. Er verstarb 1985, sein Nachlass wird im Archiv für Christlich-Demokratische Politik, Sankt Augustin aufbewahrt.

Politik

Wahl trat im Jahr 1945 in die CDU ein. Im Jahr 1950 wurde er Vorsitzender des Kreisverbandes in Heidelberg. Bei der Wahl zum ersten Deutschen Bundestag 1949 wurde er als Direktkandidat in Heidelberg im Wahlkreis 15, später der Wahlkreis 177, ins Parlament gewählt. In der ersten Legislaturperiode war er ordentliches Mitglied im Ausschuss zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung und für Besatzungsstatut. Außerdem gehörte er dem Ausschuss für Patentrecht und Rechtsschutz als stellvertretendes Mitglied an. Seit März 1953 war er auch Mitglied im Ausschuss für Wahlrecht und im Ausschuss für Rechtswesen und Verfassungsrecht, dem er auch in der zweiten Legislaturperiode angehörte. In den ersten vier Wahlperioden, von 1949 bis 1965, war er auch als stellvertretendes Mitglied im Wahlprüfungsausschuss. In der zweiten Wahlperiode war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Besatzungsfolgen. In der dritten und vierten Wahlperiode war er außerdem ordentliches Mitglied der Ausschüsse Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung. Bei der Bundestagswahl 1965 wurde Wahl noch einmal in den Bundestag gewählt, diesmal für den Wahlkreis 181 (Heidelberg-Stadt) und war dort, wie auch schon seit 1957, im Rechtsausschuss tätig. Von 1968 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Bundestag ein Jahr später, war er zudem Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Entwicklung.

Wahl war außerdem Mitglied der Versammlung der Westeuropäischen Union und von 1953 bis 1969 der Beratenden Versammlung des Europarates. Im Jahr 1966 wurde er Vizepräsident der Beratenden Versammlung.

Veröffentlichungen