Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

3183

Dauer Mitgliedschaft

245 Tage

Alter beim Eintritt

60

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Axel de Vries (* 16. Juni 1892 in Preedi (deutsch Wredensitz), heute Gemeinde Koeru/Estland; † 24. Januar 1963 in Bonn) war ein deutscher Politiker der FDP.

Leben und Beruf

De Vries, von Beruf Journalist, stammte ursprünglich aus Estland. Er war in den dreißiger Jahren Herausgeber und Chefredakteur der (deutschsprachigen) "Revalschen Zeitung". 1918 wurde er von bolschewistischen Truppen verhaftet, aber nach der Unabhängigkeit Estlands wieder auf freien Fuß gesetzt. Nachdem er 1939 aufgrund des Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrages das Baltikum verlassen musste, war er als Landwirt im "Warthegau" tätig. Später wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam kurz vor Kriegsende als Heimatvertriebener nach Westdeutschland.

Abgeordneter und Partei

1924 bis 1926 war de Vries in Estland Parlamentsabgeordneter. 1924 bis 1932 auch Vorsitzender der (liberalen) "Deutschen Baltischen Partei". Bereits seit 1923 war er Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Revaler Stadtrat gewesen (bis 1924).

In Deutschland schloss sich de Vries der FDP an. Er gehörte dem Deutschen Bundestag seit dem 5. Januar 1953, als er für seinen verstorbenen Parteifreund Ernst Mayer nachrückte, bis zum Ende der ersten Legislaturperiode an.

Vertriebenenarbeit

In den 1950er Jahren war de Vries Sprecher der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft. In dieser Funktion war er einer der Hauptautoren der Charta der deutschen Heimatvertriebenen vom 5. August 1950. De Vries hat immer die Auffassung vertreten, dass die Menschen im Baltikum (vertriebene Deutsche und Polen, ermordete Juden und unterdrückte Balten) Opfer der menschenverachtenden Politik von Adolf Hitler und Josef Stalin seien.

Im Gegensatz zur Mehrheit der Vertriebenen wollte de Vries (gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Josef Trischler) bei der Beratung des Bundesvertriebenengesetzes bereits die Vertreibung als Beweis für das notwendige Bekenntnis zum deutschen Volkstum in der alten Heimat ausreichen lassen, weil die im Gesetzestext genannten "objektiven Merkmale" häufig eben nicht beweisbar seien.