Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

463

Dauer Mitgliedschaft

18 Jahre, 10 Tage

Alter beim Eintritt

32

Bekommen

2004-02, 2004-03, 2004-03, 2004-03, 2004-08, 2005-05, 2006-09

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Jürgen Gerhard Todenhöfer (* 12. November 1940 in Offenburg) ist Politiker, Autor und Manager.

Leben

Todenhöfer studierte ab 1959 Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München, Paris, Bonn und Freiburg im Breisgau. In Freiburg promovierte er 1969 und war dort später als wissenschaftlicher Assistent tätig. 1972 wurde er Richter am Landgericht Kaiserslautern. 1970 trat Todenhöfer in die CDU ein. 1972 bis 1990 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, von 1980 an als direktgewählter Vertreter des Wahlkreises Tübingen-Hechingen. Im Bundestag trat er als entwicklungspolitischer Sprecher und als abrüstungspolitischer Sprecher seiner Fraktion hervor.

In dieser Funktion forderte Todenhöfer die Halbierung der Zahl der sowjetischen und amerikanischen Interkontinentalraketen. Als Abgeordneter vertrat er zum Teil so konservative Positionen, dass er auch Politiker der CDU scharf kritisierte. Als er in einer Debatte die südafrikanische Befreiungsbewegung ANC angriff, provozierte dies den SPD-Politiker Herbert Wehner derart, dass er ihn als "Hodentöter" beschimpfte und damit einen Spitznamen kreierte, der Todenhöfer lange anhaftete.

Nach dem Ende seiner Abgeordnetenzeit zog er sich völlig aus der Parteipolitik zurück. Bereits 1987 wurde er von Hubert Burda, mit dem er seit seiner Jugend befreundet ist, für den Medienkonzern Hubert Burda Media gewonnen, wo er seither stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes mit Zuständigkeit für den Bereich Verlage, Finanzen und Verwaltung ist.

Seit 1980 bereiste Todenhöfer das sowjetisch besetzte Afghanistan und berichtete über das Leid der dortigen Bevölkerung. Er ist ebenfalls ein entschiedener Gegner der anschließenden US-amerikanischen Feldzüge gegen Afghanistan 2001 und gegen den Irak 2003. Über beide Kriege schrieb er Bücher, die sich in hoher Auflage verkauften. Mit den Honoraren unterstützt er Hilfsprojekte in den jeweiligen Ländern. Todenhöfer bereiste seither regelmäßig die Kriegsgebiete in Nahost. Um auch in für Journalisten gesperrte Zonen des Irak zu kommen, verkleidete er sich - à la Wallraff - als Arzt. Nach der Rückkehr von einer solchen Erkundung bekannte er, sich dort "für den Westen geschämt" zu haben und erläuterte dies in einem Interview im Stern: "Bin Laden tötete weniger Menschen als Bush."

Privates

Todenhöfer ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist ein Neffe von Gerhard Todenhöfer. Seine Tochter Nathalie ist im April 2004 mit 18 Jahren an Multipler Sklerose erkrankt und hat im Dezember 2006 eine Stiftung für MS-Kranke, die Nathalie-Todenhöfer-Stiftung, gegründet.

Veröffentlichungen