Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

2265

Dauer Mitgliedschaft

4 Jahre, 1 Tag

Alter beim Eintritt

28

Bekommen

2004-07, 2004-08, 2004-09, 2006-09

Externe Verweise

Wikipedia

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Adolf von Thadden (* 7. Juli 1921 auf Gut Trieglaff bei Greifenberg in Pommern; † 16. Juli 1996 in Bad Oeynhausen) war ein deutscher Politiker verschiedener rechtsextremer Parteien.

Familie

Er entstammte einem alten pommerschen Adelsgeschlecht und war der Sohn des mehrfachen Gutsbesitzers Adolf von Thadden (1858-1932), königlich preußischer Landrat des Landkreises Greifenberg, Mitglied des Provinziallandtags der preußischen Provinz Pommern und Vorsitzender des Verbands pommerscher Landkreise, und dessen zweiter Ehefrau Barbara Blank (1895-1972), die Tochter des Studienrats Ludwig Blank und der Mary Hume.

Thadden heiratete am 10. November 1957 in Hannover die Ärztin Edith Lange (* 28. September 1921 in Hannover), die Tochter des Oberregierungsrats und Baurats Otto Lange und der Marie-Luise Hett.

Aus der Familie von Thadden entstammten viele in der Öffentlichkeit tätige Persönlichkeiten. Am bekanntesten sind von Thaddens Halbschwester Elisabeth von Thadden, die 1944 wegen ihrer Ablehnung des Nazi-Regimes in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde, sein Halbbruder Reinold von Thadden, der Gründer des Deutschen Evangelischen Kirchentages, sowie sein Neffe, der Historiker Rudolf von Thadden.

Leben und Beruf

Nach dem Abitur absolvierte von Thadden eine landwirtschaftliche Lehre. Nach dem Reichsarbeitsdienst wurde er Soldat. Am 1. September 1939 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 7.155.873). 1945 wurde er bei dem Versuch, seine Mutter aus Pommern in die Westzonen zu bringen, in Polen verhaftet. Im November 1946 gelang ihm die Flucht. 1946/47 war er für die britische Militärregierung landwirtschaftlicher Treuhänder. In den 1960er und der ersten Hälfte der 1970er Jahre war von Thadden Herausgeber des NPD-Parteiorgans Deutsche Nachrichten. Ab 1974 war er Repräsentant von Bauträgerfirmen, ab 1975 Chefredakteur der rechtsextremistischen Deutschen Wochenzeitung.

Nach dem Tod von Thaddens wurde bekannt, dass er Informant für den britischen Geheimdienst MI6 war.

Partei

Seit 1947 war von Thadden Mitglied der (konservativen) Deutschen Rechtspartei (DKP-DRP), zu deren Führungspersonal er bald zählte. An den Verhandlungen der DKP-DRP mit der Deutschen Partei und der hessischen Nationaldemokratischen Partei am 1. Juli 1949 über einen gemeinsamen Wahlantritt zur Bundestagswahl 1949 nahm von Thadden für seine Partei gemeinsam mit Wilhelm Jaeger, Eldor Borck, Ludwig Schwecht, Lothar Steuer und Leonhard Schlüter teil. Obwohl die Pläne recht weit gediehen waren, scheiterten sie schlussendlich. Grund war die Erklärung der britischen Militärregierung, eine Fusionspartei werde keine Lizenz erhalten und könne somit nicht zur Wahl antreten.

Er betrieb maßgeblich die Fusion des niedersächsischen DKP-DRP-Landesverbandes mit der Nationaldemokratischen Partei zur Deutschen Reichspartei 1950. Im März 1952 beantragte er gemeinsam mit Heinz Frommhold die Aufnahme in die FDP. Auf Druck des linken Parteiflügels vertagte der FDP-Bundesvorstand am 26. März 1952 jedoch die Entscheidung über den Aufnahmeantrag. Von Thadden zog - ebenso wie Frommhold - den Antrag daraufhin zurück. 1961 wurde er Vorsitzender der Deutschen Reichspartei (DRP).

1964 gründete von Thadden gemeinsam mit Fritz Thielen (Deutsche Partei), Wilhelm Gutmann (GDP), Heinrich Fassbender (DNVP) und anderen die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) als Sammlungspartei nationaler bzw. rechtsextremer Politiker. 1967 wurde er zum Bundesvorsitzenden der NPD gewählt. 1969 scheiterte er mit der NPD knapp am Einzug in den Deutschen Bundestag. 1971 trat er als Vorsitzender der NPD zurück, unterstützte aber die Wahl seines Nachfolgers Martin Mußgnug. 1975 verließ von Thadden die NPD aus Verärgerung über die Wahl von Gerhard Frey in den Bundesvorstand der NPD.

Abgeordneter

1948 errang von Thadden für die DKP-DRP bei den Kommunalwahlen in Göttingen 10,8 % der Stimmen und wurde Ratsherr (bis 1958). 1949 wird er 27-jährig zweitjüngster Abgeordneter des ersten Deutschen Bundestages (bis 1953). In Anspielung auf sein junges Alter wurde er von einem SPD-Abgeordneten als "Bubi" angesprochen, was seinen späteren Spitznamen für sein ganzes politisches Leben ergab. 1955 bis 1959 ist er niedersächsischer Landtagsabgeordneter der DRP.

1967 bis 1970 ist von Thadden abermals niedersächsischer Landtagsabgeordneter, jetzt für die NPD.

Öffentliche Ämter

1952/53 ist von Thadden stellvertretender Oberbürgermeister von Göttingen, bis 1958 Senator der Stadt.

Friedrich Thielen | Adolf von Thadden | Martin Mußgnug | Günter Deckert | Udo Voigt

Belege