Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

149

Dauer Mitgliedschaft

22 Jahre, 343 Tage

Alter beim Eintritt

42

Bekommen

2004-01, 2004-01, 2004-02, 2004-03, 2004-08, 2004-10

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Käte Strobel (* 23. Juli 1907 in Nürnberg; † 26. März 1996 ebenda) war eine deutsche Politikerin (SPD).

Sie war von 1966 bis 1969 Bundesministerin für Gesundheitswesen und von 1969 bis 1972 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit.

Leben und Beruf

Strobel wurde am 23. Juli 1907 als Käte Müller in Nürnberg geboren. Sie war das vierte von sieben Kindern des Schuhmachers und späteren Stadtrates Fritz Müller und seiner Frau Anna. Nach dem Besuch von Volks- und Wirtschaftsschule absolvierte sie beim Landesverband für Obst- und Gertenbau eine kaufmännische Ausbildung. Von 1923 bis 1935 war sie dort als kaufmännische Angestellte beschäftigt, von 1935 bis 1939 als Buchhalterin.

1928 heiratete sie den Schriftsetzer und späteren Buchdruckermeister Hans Strobel. Ihr Mann engagierte sich ebenfalls bei den Sozialdemokraten. 1934 wurde er wegen Vorbereitung des Hochverrats verurteilt und zweieinhalb Jahre im Konzentrationslager Dachau interniert. Später nahm er in einem Strafbatallion am Zweiten Weltkrieg teil und geriet schließlich in jugoslawische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Jahr 1946 heimkehrte.

In den Jahren 1938 und 1941 gebar Strobel ihre Töchter Traudl und Ilse.

1980 wurde ihr als erster und bislang einziger Frau die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nürnberg verliehen.

Am 26. März 1996 verstarb Käthe Strobel in Nürnberg. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Südfriedhof.

Partei

Bereits in ihrer Jugend war Käte Strobel in der Sozialdemokratie aktiv. Ab 1921 engagierte sie sich in der sozialistischen Jugendbewegung. Ab 1924 war sie Mitglied bei der Kinderfreundebewegung, einer Vorläuferorganisation der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken. Dort stieg sie bald zur Landesvorsitzenden auf und behielt diese Position bis zum Verbot der Organisation durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933. Ab 1932 war sie Mitglied des Bundesvorstandes der Kinderfreunde.

Seit 1925 bis zum Verbot 1933 war sie Mitglied der SPD. Nach Kriegsende engagierte sie sich dann beim Wiederaufbau der Partei in Franken und Bayern. Sie übernahm ab 1946 den Vorsitz der SPD-Frauengruppen in Franken. Darüber hinaus war sie stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes Franken der SPD sowie Mitglied des Landesausschusses der Bayern-SPD.

1961 und 1965 gehörte sie zu den Regierungsmannschaften von Willy Brandt für den Fall eines Wahlsieges bei der Bundestagswahl. Von 1958 bis 1971 war sie Mitglied des Bundesvorstandes der SPD. 1966 bis 1970 gehörte sie dem Präsidium der Partei an. Danach betätigte sie sich in der SPD-Bundesschiedskommision und als Vorsitzende des SPD-Seniorenrates.

Abgeordnete

Von 1949 bis 1972 war Strobel Mitglied des Deutschen Bundestages.

Vom 27. Februar 1958 bis 26. Januar 1967 war sie auch Mitglied des Europaparlaments, wo sie von März 1962 bis März 1964 als Vizepräsidentin amtierte. Von März 1964 bis Januar 1967 war Strobel Vorsitzende der Sozialistischen Fraktion im Europaparlament.

Von 1972 bis 1978 war sie Mitglied des Stadtrates von Nürnberg.

Öffentliche Ämter

Am 1. Dezember 1966 wurde sie als Bundesministerin für Gesundheitswesen in die von Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger geführte Bundesregierung der Großen Koalition berufen. Eines ihrer Anliegen war die sexuelle Aufklärung, zum Beispiel durch die Herausgabe eines Sexualkundeatlas' und die Herstellung und Aufführung des Aufklärungsfilms Helga.

Nach der Bundestagswahl 1969 wurde sie dann am 21. Oktober 1969 zur Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit in der von Willy Brandt geleiteten Bundesregierung ernannt. Nach der Bundestagswahl 1972 schied sie am 15. Dezember 1972 aus der Bundesregierung aus.

Ehrungen

Ihr wurde 1980 die Ehrenbürgerwürde ihrer Heimatstadt Nürnberg verliehen. In Nürnberg ist eine Straße nach ihr benannt. Auch der "Käte-Strobel-Wanderweg" in Oberrengse trägt ihren Namen.

Zitat

Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen könnte.