Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

2830

Dauer Mitgliedschaft

3 Jahre, 193 Tage

Alter beim Eintritt

61

Mitglied der...

12. Wahlperiode (1990-1994)

Bekommen

2006-09

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Joachim Graf von Schönburg-Glauchau (* 4. Februar 1929 in Wechselburg; † 29. September 1998 in Passau) war Familienchef der Linie der Grafen von Schönburg-Glauchau des bis zur Vertreibung im Jahre 1945 im heutigen Südwestsachsen ansässigen ehemaligen Adelshauses Schönburg.

Er wuchs im sächsischen Wechselburg auf. Seine Eltern waren Carl Graf von Schönburg-Glauchau (1899-1945) und Maria Anna Gräfin Baworowska. Im Jahre 1945 wurde er von den sowjetischen Besatzungstruppen aus seiner Heimat vertrieben und die Familie entschädigungslos enteignet. Einer Verhaftung und Deportation durch die vor Ort eingesetzten Kommunisten entging er nur knapp.

Nach dem Krieg wurde Joachim Graf von Schönburg-Glauchau als Journalist und Autor tätig. Im Jahr 1965 ging er im Auftrag des Auswärtigen Amtes nach Somalia, um dort den Rundfunk aufzubauen. Fünf Jahre lebte er mit seiner Familie in Afrika.

Unmittelbar nach dem Fall der Mauer kehrte er in seine sächsische Heimat zurück und war zwischen 1990 und 1994 als Direktkandidat des Wahlkreises Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Rochlitz und Hainichen (Sachsen) Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU. Im Rahmen des Hauptstadtbeschlusses sprach er sich in der sogenannten Berlin-Debatte am 20. Juni 1991 gegen einen Umzug des Bundestages nach Berlin aus.

Bekannt war er aber vor allem als Naturschützer und Jagdschriftsteller. Zu seinen Büchern gehört die humorvolle Fibel Der Jagdgast und das eher sachliche Der deutsche Jäger. Seine Kinder sind Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis, der Bestsellerautor Alexander Graf von Schönburg-Glauchau, Maya Flick sowie Carl-Alban und, aus der zweiten Ehe mit Ursula Zwicker, Anabel Maya-Felicitas. Seine erste Ehefrau Beatrix (* 1930) ist die Ururenkelin des ungarischen Sozialreformers und Nationalhelden Graf István Széchenyi.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er als Mieter im ehemaligen schönburgschen Schloss Rochsburg, wo er von 1994 bis 1997 auch Mitglied des Stadtrates von Lunzenau war. Gezeichnet durch eine schwere Krankheit zog er 1997 nach Passau, wo er wenig später verstarb. Er wurde in seinem Geburtsort Wechselburg (Landkreis Mittweida) beigesetzt.