Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

44 *

Dauer Mitgliedschaft

28 Jahre, 327 Tage *

Alter beim Eintritt

36

Bekommen

2004-01, 2004-06, 2004-07, 2006-11, 2008-04

Externe Verweise

Wikipedia

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Hermann Scheer (* 29. April 1944 in Wehrheim) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Mitglied des Bundesvorstandes seiner Partei. Ihm wurde 1999 der Alternative Nobelpreis für sein Engagement für die Solarenergie verliehen.

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1964 in Berlin ging Scheer als Soldat auf Zeit zur Bundeswehr und wurde 1966 zum Leutnant befördert. Von 1967 bis 1972 absolvierte er ein Studium der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie der Politikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Freien Universität Berlin. Anschließend war er von 1972 bis 1976 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Stuttgart und von 1976 bis 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kernforschungszentrum Karlsruhe. 1979 erfolgte an der FU Berlin seine Promotion zum Dr. rer. pol. mit der Arbeit "Parteien kontra Bürger? Die Zukunft der Parteiendemokratie".

Hermann Scheer ist seit 1970 verheiratet und hat ein Kind.

Partei

Scheer ist seit 1965 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Bereits als Student hatte er sich im Sozialdemokratischen Hochschulbund engagiert. Seit 1993 gehört er dem Bundesvorstand an. Im Schattenkabinett Andrea Ypsilantis war Scheer zur Landtagswahl in Hessen 2008 als Minister für Wirtschaft und Umwelt vorgesehen.

Abgeordneter

Scheer ist seit 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war dort von 1980 bis 1990 Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Abrüstung und danach von 1991 bis 1993 Vorsitzender des Unterausschusses Abrüstung und Rüstungskontrolle des Deutschen Bundestages.

Seit 1983 gehört er der Parlamentarischen Versammlung des Europarates an. Dort war er von 1994 bis 1997 Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses. Im Deutschen Bundestag gehörte er zu den Initiatoren vieler Gesetze zur Förderung erneuerbarer Energien, u. a. des Stromeinspeisegesetzes für erneuerbare Energien (1991) und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (2000), die Änderung des Bundesbaugesetzes zur Privilegierung erneuerbarer Energien (1996), das 100.000-Dächer-Programm (1999), das Marktanreizprogramm Erneuerbare Energien (2000) und das Gesetz zur Steuerbefreiung für Biokraftstoffe (2003). Er ist Vorsitzender des Internationalen Parlamentarier Forums für Erneuerbare Energien.

Hermann Scheer wurde stets über die SPD-Landesliste von Baden-Württemberg in den Bundestag gewählt.

Politische Positionen

Seit Ende der 1980er Jahre setzt sich Scheer auf nationaler und internationaler Ebene für die generelle Ablösung atomarer und fossiler Energien ein, auch Konflikte und Krieg um Energieressourcen könnten nur so beendet werden. So gehörte er 1988 zu den Mitbegründern der gemeinnützigen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR und ist seitdem deren ehrenamtlicher Präsident.

Seit Juni 2001 ist Scheer ehrenamtlicher Vorsitzender des neu gegründeten Weltrats für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy, WCRE).

Die angekündigte Gewissensentscheidung der direkt gewählten hessischen Abgeordneten Dagmar Metzger nach der hessischen Landtagswahl 2008 verhinderte die Bildung eines Kabinettes Ypsilanti unter Beteiligung Scheers. Daraufhin forderte er Metzger zum Rücktritt auf. Auf der Internetseite Abgeordnetenwatch.de erklärte er jedoch unmittelbar darauf, er sei entsetzt darüber, dass ihm die Forderung nach einem Parteiausschluss in den Mund gelegt worden sei, er befürworte lediglich einen Rücktritt Metzgers vom Landtagsmandat.

Scheer galt als scharfer Kritiker der geplanten, teilweisen Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn AG und engagierte sich in der Initiative Bürgerbahn statt Börsenbahn.

Auszeichnungen

Schriften