Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

2265

Dauer Mitgliedschaft

4 Jahre, 1 Tag

Alter beim Eintritt

50

Bekommen

2004-03

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Max Reimann (* 31. Oktober 1898 in Elbing; † 18. Januar 1977 in Düsseldorf) war ein deutscher Politiker (KPD, später DKP).

Vor 1945

Max Reimann wurde in Elbing als Sohn eines Kellners geboren. Von 1904 bis 1912 besuchte er die Volksschule in Elbing, von 1912 bis 1916 arbeitete er als Nieter, 1913 wurde er Mitglied des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes und dessen Jugendleitung sowie der Sozialistischen Arbeiter-Jugend, 1916 auch des Spartakusbundes. Im Jahr 1918 wegen Teilnahme an Kämpfen gegen das Freikorps von der Goltz in Elbing zu einem Jahr Festungshaft verurteilt, verbrachte er die Haft in Königsberg. 1920 wechselte Reimann als Bergarbeiter nach Ahlen und trat dort dem Deutschen Bergarbeiterverband bei. Er wurde ehrenamtlicher Politischer Leiter der KPD Ahlen und ab 1921 hauptamtlicher KPD-Funktionär. 1923 nahm er an den bewaffneten Kämpfen im Ruhrgebiet teil und kam anschließend kurz in Haft. Von 1920 bis 1928 betrieb er Gewerkschaftsarbeit im KPD-Unterbezirk Hamm und war Mitbegründer des Kommunistischen Jugend-Verbandes - Unterbezirk Buer-Recklinghausen. Ab 1926 war er Mitglied der Leitung der Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition des Deutschen Bergarbeiterverbandes und zwischen 1929 und 1932 Sekretär des KPD Unterbezirk Hamm und 2. Sekretär der RGO im Ruhrgebiet.

Ab 1933 leistete Reimann illegale politische Arbeit als Politischer Leiter der RGO Ruhr und ab Juni 1933 als Oberberater der RGO am Mittelrhein und in Köln. 1934 zum Reichsleiter der RGO aufgestiegen wurde er Mitarbeiter des Westeuropa-Sekretariats der Gewerkschaft in Paris. Ab 1935 beteiligte er sich im Saarland am Wahlkampf in der Saarabstimmung. 1935 nahm er am 7. Kongress der Kommunistischen Internationale in Moskau teil. 1939 arbeitete er im KPD-Auslandssekretariat in Prag sowie mehrfach illegal in Deutschland. Nach dem deutschen Einmarsch in die Tschechoslowakei leitete er bis zu seiner Verhaftung am 4. April 1939 die Flucht von KPD-Kadern ins Ausland. Im Mai 1940 wurde Reimann wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Haft begann im Gefängnis Hamm und setzte sich ab 1942 im KZ Sachsenhausen fort, dort wurde er Mitglied der illegalen Lagerleitung. Im Jahr 1944 erfolgte die Verlegung in das Lager Falkensee.

Nach 1945

Der 15. KPD-Parteitag im April 1946 delegierte Reimann neben elf weiteren Spitzenfunktionären (u.a. Kurt Müller, Walter Fisch, Fritz Sperling und Albert Buchmann) in den Parteivorstand der SED. Er - wie auch die anderen elf - mussten auf Anordnung der westlichen Besatzungsmächte jedoch wieder ausscheiden, da die SED im Westen nicht zugelassen war. 1948 wurde er Vorsitzender der westdeutschen KPD, nachdem er bereits zuvor die Partei in der britischen Zone geführt hatte.

Von 1946 bis 1954 gehörte Reimann dem nordrhein-westfälischen Landtag an, zwischen 1946 und 1948 wurde er Mitglied des Zonenbeirates der britischen Besatzungszone und 1947 bis 1949 dem Wirtschaftsrat der Bizone für Nordrhein-Westfalen. 1948/49 wurde er Mitglied des Parlamentarischen Rates (als Vorsitzender der KPD-Gruppe), anschließend 1949 bis 1953 Bundestagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender. Bekannt wurden seine Worte zur Ablehnung des Grundgesetzes durch die KPD: "Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben!"

Am 13. Juni 1950 wurde er wegen unparlamentarischen Verhaltens von Bundestagspräsident Erich Köhler für 30 Sitzungstage von der Teilnahme an Plenarsitzungen ausgeschlossen.

Reimann lehnte das Besatzungsstatut vehement ab und bezeichnete es als "Kolonialisierung" Westdeutschlands. Einem Haftbefehl entzog er sich 1954 durch Übersiedlung in die DDR. Er leitete von dort aber weiter die Partei - auch nach dem KPD-Verbot 1956; in der Illegalität führte er die Bezeichnung 1. Sekretär.

Von Berlin (Ost) aus trat Reimann für die "Wiederzulassung der KPD" ein. Als die SED sich 1968 entschloss, mit KPD-Funktionären, wie Kurt Bachmann, Herbert Mies und anderen eine legale kommunistische Partei in der Bundesrepublik Deutschland einzurichten, beharrte Reimann zunächst weiter darauf, stattdessen für die Aufhebung des KPD-Verbots einzutreten. Erst als nach Brandts Treffen mit Breschnew in Oreanda erkennbar war, dass der DKP kein Verbot drohte, fand Reimann sich im September 1971 bereit, der neuen Partei beizutreten.

1968 kehrte er in die Bundesrepublik Deutschland zurück. 1971 wurde er Mitglied der DKP und kurz darauf auch Ehrenvorsitzender der Partei.

In Ostdeutschland sind mehrere Straßen nach ihm benannt.

Veröffentlichungen