Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

997

Dauer Mitgliedschaft

12 Jahre, 222 Tage

Alter beim Eintritt

69

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Robert Pferdmenges (* 27. März 1880 in Mönchengladbach; † 28. September 1962 in Köln) war ein deutscher Bankier und Politiker der CDU.

Leben und Beruf

Pferdmenges, der evangelischen Glaubens war, absolvierte nach dem Schulbesuch eine Banklehre. Ab 1901 arbeitete er in der Londoner Filiale der Disconto-Gesellschaft, nach einigen Jahren wurde er dort Filialleiter. 1913 wechselte er beim selben Bankinstitut in die Filiale Antwerpen. Von 1919 bis 1929 war er Vorstand der A. Schaffhausen'scher Bankverein Actiengesellschaft in Köln und wechselte dann zum Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. in Köln, dessen Teilhaber er von 1929 bis 1953 war. Zwischen 1938 und 1947 firmierte Sal. Oppenheimer aufgrund "freundschaftlicher" Arisierung, bei der Pferdmenges als Platzhalter für die Eigner jüdischer Herkunft agierte, als Robert Pferdmenges & Co.. Er gehörte während seiner Zeit bei Sal. Oppenheimer für diese Bank einer Vielzahl von Aufsichtsräten anderer Unternehmen an, teilweise als Aufsichtsratsvorsitzender. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und erhielt aus politischen Gründen Berufsverbot.

1946 wurde Pferdmenges zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer in Köln gewählt, bald darauf aber von der britischen Besatzungsmacht, die ihm vorübergehend jede Tätigkeit in öffentlichen Ämtern untersagte, abgesetzt. Von 1948 bis 1951 leitete er gemeinsam mit Hermann Josef Abs für Friedrich Flick treuhänderisch den Flick-Konzern. Von 1951 bis 1960 war er Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken. Zudem war er Mitglied des Kronberger Kreises, eines Zirkels evangelischer Führungspersönlichkeiten.

1953 ernannte IHK Köln Pferdmenges zu ihrem Ehrenpräsidenten, 1954 erhielt er das Großkreuz mit Stern des Bundesverdienstordens. 1955 wurde er zum Ehrenbürger der Universität zu Köln ernannt.

Partei

1945 gehörte Pferdmenges zu den Mitbegründern der CDU im Rheinland. Im Oktober 1946 übernahm er gemeinsam mit Johannes Albers die Führung des Programmausschusses des Landesverbandes Rheinland der CDU. 1954 beteiligte er sich an der Gründung der Staatsbürgerlichen Vereinigung Köln e.V., deren Ziel es war, Parteispenden für die CDU einzusammeln.

Abgeordneter

Pferdmenges wurde 1947 Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen und vertrat 1947 bis 1949 die CDU im Wirtschaftsrat der Bizone. Dort war er ab 13. Mai 1948 Vorsitzender des Ausschusses für das Amerika-Geschäft.

Am 12. Januar 1950 rückte er für den verstorbenen Günther Sewald in den Deutschen Bundestag nach. Er gehörte dem Parlament bis zu seinem Tode an. Nachdem Pferdmenges bereits nach der Bundestagswahl 1957 nach Konrad Adenauer (CDU) und Marie Elisabeth Lüders (FDP) der drittälteste Abgeordnete des Deutschen Bundestages war, wurde er nach der Bundestagswahl 1961 Alterspräsident des 4. Bundestages, da Konrad Adenauer wegen seiner Stellung als Bundeskanzler auf diese Würde und die damit verbundene Eröffnung der konstituierenden Sitzung des Parlaments verzichtete. Von 1961 bis zu seinem Tode war er Vorsitzender des Wahlmännerausschusses gemäß § 6 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht.

Zusammen mit Karl Atzenroth (FDP) und Willi Richter (SPD) war er maßgeblich an der Erarbeitung der Mitbestimmungsgesetze (1951: Montanmitbestimmungsgesetz, 1952: Betriebsverfassungsgesetz, 1953: Personalvertretungsgesetz) beteiligt.

Er galt als einflussreichster Finanzberater von Bundeskanzler Konrad Adenauer, mit dem er eng befreundet war.

Werke