Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

1831

Dauer Mitgliedschaft

7 Jahre, 267 Tage

Alter beim Eintritt

48

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

Je länger die Person Mitglied des Bundestages war, desto besser (niedriger) der Rang. Steht hinter dem Rang ein * , dann ist diese Personen noch im aktuellen Bundestag vertreten und kann im Rang weiter steigen. Der Rang und die "Dauer Mitgliedschaft" wurden per 20.09.2009 errechnet - dem vermutlichen Ende der aktuellen Wahlperiode.  Zurückliegende Werte einblenden »
 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Albrecht Müller (* 16. Mai 1938 in Heidelberg) ist ein ehemaliger deutscher Politiker der SPD. Müller war von 1987 bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und ist als Autor und Unternehmensberater tätig.

Leben

Müller ist in Meckesheim aufgewachsen. Er studierte Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Mannheim, Berlin, München und Nottingham. Nach seiner ersten Stellung am Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität München war er ab 1968 Redenschreiber für den Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller.

Von 1970 bis 1972 war er als Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des SPD-Parteivorstandes maßgeblich an der Wahlkampfarbeit Willy Brandts beteiligt ("Willy wählen"). Danach arbeitete er von 1973 bis 1982 als Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt.

Nach dem Wahlsieg von Helmut Kohl 1982 begann Müllers Karriere als freiberuflicher politischer und wirtschaftspolitischer Berater. 1984 trat er als Kandidat bei den Oberbürgermeisterwahlen in Heidelberg an, konnte sich aber gegen Reinhold Zundel nicht durchsetzen.

Von 1985 bis 1986 gehörte er der Wahlkampfmannschaft des niedersächsischen SPD-Spitzenkandidaten Gerhard Schröder an. Nach der Bundestagswahl 1987 zog Müller in den Bundestag ein, dessen Mitglied er bis 1994 blieb.

Heute ist er als Autor und Journalist, Politik- und Unternehmensberater tätig. Außerdem veröffentlichte er Artikel, Essays und Bücher. 1999 erschien Von der Parteiendemokratie zur Mediendemokratie im Verlag Leske und Budrich. 2004 folgte Die Reformlüge im Droemer Knaur Verlag. Das Buch beschäftigt sich kritisch mit dem dauerhaft anhaltenden Einfluss einer von ihm als neoliberal bezeichneten, seiner Ansicht nach die Nachfrage vernachlässigenden Wirtschaftstheorie auf Medien und Politik in Deutschland, insbesondere durch wirtschafts- und sozialpolitische Strategien. Diese dienen demzufolge lediglich dazu, dass die Politik als Erfüllungsgehilfe der Wirtschaft und im Besonderen der Großindustrie und ihrer Aktionäre fungiere. In seinem neueren Buch Machtwahn - Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet werden diese Tendenzen beispielhaft dargelegt und analysiert.

"NachDenkSeiten"

Zur weiteren Verbreitung seiner in Die Reformlüge dargelegten Positionen publiziert er seit 2004 auch in dem gemeinsam mit dem Juristen Wolfgang Lieb betriebenen Internetjournal NachDenkSeiten. Die kritische Website. Das Weblog hat bis zu 25.000 Besucher täglich und ist eine der wenigen deutschen Politblogs, die von den Massenmedien wahrgenommen werden.

In Form eines Blogs setzt sich die Website kritisch mit den laut Meinung von Albrecht Müller erfolglosen sozialstaatlichen Reformen in Deutschland, der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik und der Meinungsbildung in der Presse auseinander. Als Gegenöffentlichkeit regt es politische Diskussionen an, insbesondere innerhalb der SPD. Die Website selbst betreibt kein Diskussionsforum und bietet keine Kommentarfunktion zu den Beiträgen. Getragen und gefördert wird das Projekt NachDenkSeiten von der "Initiative zur Verbesserung der Qualität politischer Meinungsbildung", einem 2005 gegründeten gemeinnützigen Verein.

In einer Betrachtung verschiedener Wirtschaftsblogs beurteilte die Netzeitung Müllers Beiträge in den NachDenkSeiten als "umfassende Polemik gegen den wirtschaftspolitischen Mainstream". Müller fokussiere die "dubiose Interessenlage der aktuellen deutschen Meinungsbildner", wobei er jedoch Zukunftsperspektiven außer acht lasse.

Rezension

In einem Deutschlandfunk-Beitrag sieht der Autor Matthias Kamann, (Redakteur mit Studium der Germanistik und Volkskunde) in Müllers "Elitenschelte" Ansätze einer "Verschwörungstheorie". Gleichwohl begrüßt Kamann das Engagement Müllers für "freies Denken" und gegen den einheitlichen "Reform-Jargon".

Der Ökonom Achim Truger befindet, Müllers Buch sei nicht ohne Schwächen, seine besondere Stärke wäre, dass es "eine anregende Anleitung zum kritischen Denken und ein eindringlicher Aufruf, den politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und journalistischen Eliten auf die Finger zu schauen", sei.

Der Wirtschaftsredakteur Hanno Beck (Dipl. Volkswirt und promovierter Politologe) belegt in einer FAZ-Rezension des Buches Die Reformlüge Müllers Verständnis der Wirtschaft mit dem Etikett "Wunschkonzertökonomie", Müller übe "polemisch" und "zynisch" Reformkritik, könne jedoch selbst keine Lösungen anbieten.

Der SPD-Politiker Erhard Eppler (Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte) schrieb in einer Buchbesprechung über Müllers Machtwahn, er habe keine Lösungen und wolle eine Politik, die bereits in den 1970er Jahren gescheitert sei. Er spiele dadurch denen in die Hände, für die Demokratie nie etwas anderes gewesen sei, als eine "Verschwörung der Dummen mit den Korrupten".[9]

Werke