Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

2265

Dauer Mitgliedschaft

4 Jahre, 1 Tag

Alter beim Eintritt

45

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Kurt Müller (* 13. Dezember 1903 in Berlin; † 21. August 1990 in Konstanz-Dingelsdorf) war ein deutscher Politiker. Er gehörte der KPD an, zuletzt als Abgeordneter im Bundestag, bis er 1950 nach Ost-Berlin entführt, dort verhaftet und aus der KP ausgeschlossen wurde. 1955 durfte er mit den letzten Kriegsgefangenen zurückkehren. 1957 trat er der SPD bei.

Politische Laufbahn

Bereits früh trat Müller der KPD bei. Gegen Ende der Weimarer Republik gehörte er zu der Gruppe um Heinz Neumann, Hermann Remmele, Willi Münzenberg und Leo Flieg, die sich kritisch mit dem Kurs des Parteivorsitzenden Ernst Thälmann auseinandersetzte. Anfang der 30er Jahre wurde er zum Kandidaten des Präsidiums des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale (EKKI) und Sekretär der Kommunistischen Jugendinternationale (KJI) in Moskau gewählt. Nach einer Strafversetzung nach Gorki 1933 folgte im März 1934 seine Entsendung nach Deutschland, um nach der inzwischen (durch die Nationalsozialisten) erfolgten Verhaftung Thälmanns die KPD-Strukturen wiederaufzubauen. Nach einem halben Jahr wurde er aufgrund einer Denunziation verhaftet und (nach schwersten Misshandlungen in der Untersuchungshaft) zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach deren Verbüßung wurde er ins KZ Sachsenhausen verbracht und dort 1945 durch sowjetische Truppen befreit.

Müller gehörte zu den 12 KPD-Spitzenfunktionären, die vom 15. Parteitag im April 1946 in den SED-Vorstand delegiert wurden. Auf Anordnung der westlichen Besatzungsmächte mussten sie jedoch diese Ämter niederlegen, da die SED in den Westzonen nicht zugelassen war.

1948 wurde Müller gemeinsam mit Walter Fisch zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Mit der personellen Vergrößerung 1948 rückte er für Nordrhein-Westfalen in den Wirtschaftsrat der Bizone ein, nachdem er bereits 1946 bis 1948 dem Zonenbeirat der britischen Zone angehört hatte. 1947/48 war er Mitglied es Niedersächsischen Landtages. Bei den Bundestagswahlen 1949 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt.

Im März 1950 wurde er durch ein Telefonat mit Max Reimann nach Ost-Berlin gelockt. Dort wurde er nach einem Gespräch mit Walter Ulbricht noch im ZK-Gebäude verhaftet, in das zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen verbracht und kurz darauf von einem sowjetischen Gericht zu 25 Jahren Haft verurteilt. Die Verhöre wurden vom damaligen stellvertretenden Minister für Staatssicherheit Erich Mielke höchstpersönlich durchgeführt. Neben Müller wurden u.a. auch der Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag Leo Bauer, der Hamburger Landesvorsitzende Willi Prinz und Müllers Nachfolger als stellvertretender Parteivorsitzender Fritz Sperling aufgrund der Stalinistischen Säuberungen in Ost-Berlin inhaftiert.

Seine aus Ost-Berlin erklärte Mandatsniederlegung wurde vom Bundestag als erzwungen angesehen und nicht akzeptiert. Das Parlament führte ihn nach dem Parteiausschluss ab dem 10. Mai 1950 als fraktionslos.

Im Mai 1950 wurde er vom Parteivorstand gemeinsam mit Hugo Ehrlich aus der Partei ausgeschlossen. Ihm wurde vorgeworfen "laufend Verbindung zum Geheimdienst einer ausländischen Macht" unterhalten und diesen über "parteiinterne Angelegenheiten" unterrichtet zu haben. Er habe über "längere Zeit feindliche Elemente in die Partei eingebaut". Hintergrund war die so genannte "Noel-Field-Affaire". 1955 wurde er im Rahmen einer Abmachung über die Entlassung von Kriegsgefangenen aus sowjetischer Haft entlassen und kehrte in die Bundesrepublik zurück. Am 31. März 1990 wurde er durch die Zentrale Schiedskommission der PDS rehabilitiert. Es wurde festgestellt, dass Müllers Verfolgung Ausdruck stalinistischer Willkür sei.

Veröffentlichungen