Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

3011

Dauer Mitgliedschaft

2 Jahre, 14 Tage

Alter beim Eintritt

52

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Friedrich Middelhauve (* 17. November 1896 in Siegen, Westfalen; † 14. Juli 1966 in Bad Mergentheim, Baden-Württemberg) war ein deutscher Verleger und Politiker der FDP.

Vorkriegszeit

1921 promovierte er zum Dr. phil. an der Universität zu Köln. Middelhauve arbeitete nach Studium und Promotion zum Dr. phil. erst als selbständiger Buchhändler in Leverkusen und ab 1922 als Verleger. Friedrich Middelhauve war Mitglied der Deutschen Staatspartei. Während des Nationalsozialismus war er nicht politisch aktiv.

Parteitätigkeit

Gründung und Ämter

Nach 1945 gründete er zuerst die Deutsche Aufbaupartei in Opladen. Er überführte diese jedoch bald in die FDP und gehörte schnell mit Franz Blücher, Hermann Höpker-Aschoff und Erich Mende zu deren Führungsfiguren im Rheinland. Von 1946 bis 1956 war er Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen. 1952 bis 1956 auch stv. Bundesvorsitzender.

Kontakt zum Naumann-Kreis

Middelhauve hatte über Ernst Achenbach engen Kontakt zum rechtsextremen Naumann-Kreis, der von den Briten Anfang 1953 ausgehoben wurde, und einen innerparteilichen Umsturz plante. Mit Achenbach und diversen ehemaligen Nationalsozialisten entwarf Middelhauve auch das Deutsche Programm, dem die Landesverbände Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg auf dem Bundesparteitag 1952 in Bad Ems das Liberale Manifest der FDP gegenüber stellten.

Der Jungtürken-Coup

Nach dem Coup der sogenannten Jungtürken (Wolfgang Döring, Erich Mende, Walter Scheel, Willi Weyer und Hans Wolfgang Rubin) im Jahr 1956, die nach Absprache mit Thomas Dehler den CDU-Ministerpräsidenten Karl Arnold mit konstruktiven Misstrauensvotum ablösten und durch den SPD-Politiker Fritz Steinhoff ersetzten, legte Middelhauve, der innerparteilich als Ziehvater der Jungtürken galt, sein Amt als Landesvorsitzender nieder und zog sich mit Auslaufen seines Landtagsmandates zwei Jahre später aus der Politik zurück.

Im Gegensatz zum sogenannten Ministerflügel um August-Martin Euler blieb er jedoch bis zu seinem Tode Parteimitglied.

Abgeordneter

Von 1946 bis 1958 war Middelhauve Landtagsabgeordneter. 1946/47 war er auch Stadtrat in Leverkusen. Von 1949 bis zum 17. Oktober 1950 und von 1953 bis zum 10. September 1954 gehörte Middelhauve auch dem Deutschen Bundestag an.

Regierungstätigkeit

Vom 27. Juli 1954 bis 1956 war er stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft- und Verkehr in Nordrhein-Westfalen.

Beruf

Friedrich Middelhauve war Gründer und Inhaber des gleichnamigen schöngeistigen Verlages, der als erster die Werke von Heinrich Böll veröffentlichte. Diesen Verlag führte später seine Tochter Gertraud unter ihrem Namen. Mit dem Westdeutschen Verlag gründete Middelhauve außerdem einen der führenden sozialwissenschaftlichen Verlage Deutschlands.

Familie

Er war verheiratet mit Bertha Middelhauve und hatte drei Kinder: Dr. Friedrich Middelhauve jun., Gertraud Middelhauve und Mechthild Ruf geb. Middelhauve.

Siehe auch

Kabinett Arnold III