Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

112

Dauer Mitgliedschaft

25 Jahre, 44 Tage

Alter beim Eintritt

36

Bekommen

2004-01, 2004-03, 2004-03, 2004-03, 2004-05, 2004-05, 2004-05, 2004-05, 2004-07, 2004-07, 2004-07, 2004-08, 2004-08

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Hans Hermann Matthöfer (* 25. September 1925 in Bochum) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Er war von 1974 bis 1978 Bundesminister für Forschung und Technologie, von 1978 bis 1982 Bundesminister der Finanzen und 1982 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen.

Ausbildung und Beruf

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Matthöfer zunächst eine kaufmännische Lehre und nahm dann von 1943 bis 1945 als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. Nach dem Krieg bestand er 1946 die Dolmetscher-Prüfung für Englisch. 1948 begann er nach einer Zulassungsprüfung ein Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Frankfurt am Main und Madison (Wisconsin), USA, welches er 1953 als Diplom-Volkswirt beendete. Er war dann bis 1957 in der Abteilung Wirtschaft beim Vorstand der IG Metall tätig. Danach arbeitete er bis 1961 für die Organization for European Economic Cooperation (OEEC) in Washington, D.C. und Paris. Er kehrte dann zur IG Metall zurück und leitete hier bis 1972 die Abteilung Bildung beim Vorstand der IG Metall. Dort war er an der Entwicklung und Erprobung der betriebsnahen Bildungsarbeit und betriebsnahen Tarifpolitik beteiligt. Von 1987 bis 1997 war er Vorsitzender des Vorstandes der gewerkschaftlichen Vermögensholding BGAG.

Partei

Seit 1950 ist Matthöfer Mitglied der SPD. Von 1973 bis 1984 gehörte er dem SPD-Parteivorstand an. Von 1985 bis 1987 war er Bundesschatzmeister der SPD.

Abgeordneter

Von 1961 bis 1987 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Öffentliche Ämter

Nach der Bundestagswahl 1972 wurde er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit in die von Bundeskanzler Willy Brandt geführte Bundesregierung berufen. Nach dem Rücktritt von Willy Brandt übernahm er in der von Helmut Schmidt geleiteten Bundesregierung am 16. Mai 1974 die Leitung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie. Bei der Kabinettsumbildung im Frühjahr 1978 wurde Matthöfer dann am 16. Februar 1978 zum Bundesminister der Finanzen ernannt. Aus gesundheitlichen Gründen verzichtete er bei der Kabinettsumbildung im Frühjahr 1982 auf dieses Amt und wurde stattdessen zum Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen ernannt. Mit der Wahl von Helmut Kohl zum Bundeskanzler schied Matthöfer am 1. Oktober 1982 aus der Bundesregierung aus.

Sonstiges

Nach den Unruhen anlässlich der Besetzung des AKW-Bauplatzes bei Wyhl im Breisgau ab 18. Februar 1975 machte er am 6. März das Angebot eines "vertrauensvollen Dialogs mit dem mündigen Bürger" und willigte konkret als Reaktion auf den unbefristeten Hungerstreik des Tübinger Pädagogen Hartmut Gründler im Juli 1975 in den sogenannten Bürgerdialog Kernenergie mit etwa 10 öffentlichen seminaristischen Diskussionen ein, in der Erwartung, so die Bedenken gegen die Atomenergienutzung zerstreuen zu können. Der Auftakt war ein über drei Stunden langes Gespräch zwischen ihm und 21 Sprechern von Bürgerinitiativen am 22. Juli 1975 in Bonn. Im Juni 1976 erwies sich der Bürgerdialog aus der Sicht der ohnehin skeptischen AKW-Gegner als gescheitert, als er Hartmut Gründler gegenüber brieflich die Unverbindlichkeit des Bürgerdialogs einräumte.

Am 19. Februar 1982 erregte er noch einmal in der Fernsehsendung 3 nach 9 Aufsehen, in der er mit Fritz Teufel über gutes Benehmen diskutierte. Im Gespräch mit dem Moderator zog Teufel eine Wasserpistole und spritzte ihn mit Zaubertinte nass. Matthöfer reagierte, indem er ihm ein Glas Wein übergoss.

Ehrungen

2002 wurde Hans Matthöfer mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille, der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen geehrt.

Siehe auch

Kabinett Schmidt I - Kabinett Schmidt II - Kabinett Schmidt III

Veröffentlichungen