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ANKAUFHABEN SIE EINEN FEHLER GEFUNDEN?RANGJe länger die Person Mitglied des Bundestages war, desto besser (niedriger) der Rang. Steht hinter dem Rang ein * , dann ist diese Personen noch im aktuellen Bundestag vertreten und kann im Rang weiter steigen. Der Rang und die "Dauer Mitgliedschaft" wurden per 20.09.2009 errechnet - dem vermutlichen Ende der aktuellen Wahlperiode.
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Letzte Aktualisierung dieser Seite 02. November 2008
Eintrag aus der Deutschen Wikipedia Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen. Paul Gustav Emil Löbe (* 14. Dezember 1875 in Liegnitz (Schlesien); † 3. August 1967 in Bonn) war ein deutscher Politiker (SPD) und Reichstagspräsident. Leben und Beruf Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Löbe eine Schriftsetzerlehre in Liegnitz. In Ilmenau arbeitete er in den 1890er Jahren in einer Druckerei. Zwischen 1899 und 1920 arbeitete er als Chefredakteur der Breslauer Volkswacht. Er saß wegen seiner Arbeit als Redakteur oft im Gefängnis. So zum Beispiel wegen des Aufrufs zu einer Demonstration gegen das Dreiklassenwahlrecht. 1901 heiratete er Clara Schaller. Am Ersten Weltkrieg nahm Löbe nicht Teil, da er aufgrund einer Lungenkrankheit nicht eingezogen wurde. In den Jahren um 1924 ergriffen auch Politiker wie Aristide Briand, Edvard Benes, Ignaz Seipel, Konrad Adenauer und Paul Löbe die Initiative für Paneuropa. In der Zwischenkriegszeit war der Sozialdemokrat Paul Löbe Präsident der Paneuropa-Union Deutschland. Löbe gehörte zur Zeit der Weimarer Republik dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an. Die Nationalsozialisten inhaftierten Paul Löbe nach der Machtergreifung 1933 ein halbes Jahr, zunächst im KZ Breslau-Dürrgoy dann in Berlin-Spandau. Nach seiner Freilassung arbeitete er beim wissenschaftlichen Verlag Walter de Gruyter. Aufgrund seiner Kontakte zum Goerdeler-Kreis wurde er erneut nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet. 1945 war er Redakteur der Tageszeitung Das Volk, später dann Lizenzträger des Telegraf im britischen Sektor Berlins. Von 1949 bis 1954 war Paul Löbe der erste Präsident der Europäischen Bewegung Deutschland. 1954 wurde er Vorsitzender des Kuratoriums Unteilbares Deutschland und blieb es bis zu seinem Tode. Er erhielt ein Ehrengrab des Berliner Senats auf dem Waldfriedhof Zehlendorf. Partei Löbe war seit 1895 Mitglied der SPD. Er gründete 1898 den SPD-Ortsverein von Ilmenau. 1899 wurde er Vorsitzender der SPD in Mittelschlesien. Schon 1919/20 bemühte er sich um eine Verständigung mit dem gemäßigten Flügel der USPD, der sich 1922 der SPD wieder anschloss. Der Reichsvorstand der SPD schlug ihn nach Friedrich Eberts Tod 1925 als Kandidaten für die Reichspräsidentschaft vor. Löbe lehnte jedoch ab, weil er seinen Platz im Parlament sah. 1933 war er kurz Vorsitzender der Inlands-SPD. Der gewählte Parteivorstand baute zu der Zeit in Prag eine Exil-Organisation (SoPaDe) auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte er sich maßgeblich am Wiederaufbau der SPD und wurde Mitglied des Berliner Zentralausschusses der Partei. Dabei lehnte er die Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED in der sowjetischen Besatzungszone strikt ab. Er verließ deshalb den Zentralausschuss der (Ost-)Berliner SPD und engagierte sich in der SPD der Westsektoren, die selbständig blieb. 1947 wurde er zum Vorsitzenden des Außenpolitischen Ausschusses der SPD ernannt. Abgeordneter Von 1904 bis 1919 war er Breslauer Stadtverordneter und von 1915 bis 1920 war er Mitglied im Provinziallandtag von Schlesien. Im Juni 1919 wurde er Vizepräsident der Weimarer Nationalversammlung, von 1920 bis 1933 war er Mitglied des Reichstags. Von 1920 bis 1924 und von 1925 bis 1932 war er auch Reichstagspräsident, danach von 1932-1933 Vizepräsident. 1921 wurde er Mitglied des Preußischen Staatsrates. Löbe war 1948/1949 Mitglied im Parlamentarischen Rat und dort stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1949 bis 1953 war Löbe schließlich auch Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war der Alterspräsident des Deutschen Bundestages während der ersten Legislaturperiode, wobei er als aus Berlin stammender Abgeordneter wegen der Alliierten Vorbehalte nicht vom Volk gewählt werden konnte, sondern vom Abgeordnetenhaus West-Berlins als nicht stimmberechtigter Abgeordneter nach Bonn delegiert wurde. Er war die am frühesten geborene Person, die jemals dem Deutschen Bundestag angehörte; an zweiter Stelle stand Konrad Adenauer, den er um 3 1/2 Monate überlebte. Ehrungen Löbe wurde 1951 mit dem Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Am 14. Dezember 1955 erhielt er die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin. Er war Ehrenmitglied der Freien Universität Berlin. Außerdem war er Träger der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen. 1960 verlieh ihm der Berliner Senat die Ernst-Reuter-Plakette. Das Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages ist nach ihm benannt, ebenso wie die Paul-Löbe-Oberschule und die Paul-Löbe-Schule (eine Hauptschule), beide in Berlin-Reinickendorf. Veröffentlichungen |