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ANKAUFHABEN SIE EINEN FEHLER GEFUNDEN?RANGJe länger die Person Mitglied des Bundestages war, desto besser (niedriger) der Rang. Steht hinter dem Rang ein * , dann ist diese Personen noch im aktuellen Bundestag vertreten und kann im Rang weiter steigen. Der Rang und die "Dauer Mitgliedschaft" wurden per 20.09.2009 errechnet - dem vermutlichen Ende der aktuellen Wahlperiode.
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Letzte Aktualisierung dieser Seite 02. November 2008
Eintrag aus der Deutschen Wikipedia Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen. Robert Lehr (* 20. August 1883 in Celle; † 13. Oktober 1956 in Düsseldorf) war ein deutscher Politiker (DNVP, CDU). Er war von 1950 bis 1953 Bundesminister des Innern. Lebensweg Ausbildung und Beruf Nach dem Abitur absolvierte Lehr ein Studium der Rechtswissenschaft in Marburg (wo er sich dem Corps Teutonia anschloss), Berlin und Bonn. 1907 beendete er das Studium mit dem ersten und 1912 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen. 1908 wurde er zum Dr. jur. promoviert. Er war dann von 1912 bis 1913 als Richter am Amtsgericht Kassel und juristischer Hilfsarbeiter bei der Stadtverwaltung von Rheydt. 1913 trat er in die Verwaltung der Stadt Düsseldorf ein. Von Ende 1914 bis 1919 war er dort Polizeidezernent und von 1919 bis 1924 Finanzdezernent. 1924 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt ernannt. Wegen seiner oppositionellen Haltung gegen über der NS-Regierung wurde er im September 1933 entlassen und lebte bis 1945 als Privatmann im Sauerland. In dieser Zeit gehörte er dem Widerstandskreis um Karl Arnold an. Politische Karriere nach 1945 1929 bis 1933 hatte Lehr der Deutschnationalen Volkspartei angehört. Nach Kriegsende gehörte er 1945 zu den Mitbegründern der CDU. Von Oktober 1945 bis August 1946 war er der von der britischen Besatzungsmacht ernannte Oberpräsident der Provinz Nordrhein. Von 1946 bis 1948 war er Mitglied und Vorsitzender des Zonenbeirates der britischen Besatzungszone. Ebenfalls 1946 wurde er Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen (bis 1950). In den Jahren 1946/47 amtierte er als Landtagspräsident. 1948/49 war er Mitglied des Parlamentarischen Rates und dort Vorsitzender des Ausschusses für die Organisation des Bundes und ab Dezember 1948 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion. Von 1949 bis 1953 gehörte er dem Deutschen Bundestag an. Hier war er von 1949 bis 1950 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Angelegenheiten der inneren Verwaltung. Bei der Bundestagswahl 1953 verzichtete er aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur. Am 13. Oktober 1950 wurde er als Bundesminister des Innern in die von Bundeskanzler Konrad Adenauer geführte Bundesregierung berufen. Nach der Bundestagswahl 1953 schied er am 20. Oktober 1953 aus der Bundesregierung aus. Gesellschaftliches Engagement Von 1947 bis 1956 war Robert Lehr erster Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). 1952 übernahm er außerdem von Paul Duden den Vorsitz des Marburger Universitätsbundes, den er bis zu seinem Tod innehatte. Zudem war er Vorsitzender des Industrie-Club Düsseldorf, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gothaer Feuerversicherungsbank und stellvertretender Vorstand der Parkhotel AG Düsseldorf. Auszeichnungen Lehr war Dr. h.c. der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Ehrenbürger der Universität Bonn und der Medizinischen Akademie Düsseldorf, an deren Gründung und Ausbau er wesentlichen Anteil hatte, sowie seit 1927 Ehrensenator der Universität Marburg. Die Stadt Düsseldorf benannte das Robert-Lehr-Ufer nach ihm. Politisches Nach Robert Lehr wurde der sogenannte "Lehr-Entwurf" für ein neues Bundeswahlgesetz (BT-Drs. I/4090) benannt, der vorsah, 242 Abgeordnete in Einmann-Wahlkreisen und 242 Abgeordnete über eine Bundesliste zu wählen, wobei jeder Wähler eine Haupt- und eine Hilfsstimme erhalten sollte, die er nicht derselben Partei geben durfte. Da dieses Konstrukt die bürgerlichen Parteien gegenüber der SPD, die damals keinen Partner für die Hilfsstimmen hatte, bevorzugt hätte, wurde es als "Koalitionssicherungsgesetz" kritisiert. Dolf Sternberger schrieb in einem Leitartikel: "Kerls, wollt Ihr denn ewig regieren?" Der Entwurf wurde von der Bundesregierung bald darauf zurückgezogen. Quellen und Literatur |