Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

974

Dauer Mitgliedschaft

13 Jahre, 51 Tage

Alter beim Eintritt

56

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Walther Kühn (* 27. Dezember 1892 in Posen; † 4. Dezember 1962 in Bonn) war ein deutscher Politiker der FDP.

Leben und Beruf

Kühn besuchte das Gymnasium in Posen. Er studierte nach dem Abitur ab 1911 Rechts- und Staatswissenschaften in Tübingen, Wien und Halle an der Saale und nahm 1914 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil. Nach dem Zweiten Staatsexamen 1921 ging er in den Staatsdienst. Ab 1926 war er Regierungsrat in Frankfurt (Oder), 1931 wurde er Landrat im Kreis Oststernberg. 1933 wurde er aus politischen Gründen amtsenthoben und zum Oberpräsidium Breslau später nach Bromberg strafversetzt. Noch im Januar 1945 wurde Kühn auf Befehl von Heinrich Himmler als "in jeder Beziehung unzuverlässig" (weil er sich weigerte die Politik der verbrannten Erde in Westpreußen durchzuführen) entlassen. Er kam in das Konzentrationslager Matzkau und wurde dort zum Tode verurteilt, aber zum Einsatz einem SS-Strafbataillon begnadigt und an der Ostfront eingesetzt, wo er bei der Verteidigung von Danzig mehrfach verwundet wurde.

Durch die Vertreibung kam Kühn nach Westdeutschland. Er war zunächst als Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft, später als Rechtsanwalt tätig. Er war Bundesvorsitzender des Verbandes der heimatvertriebenen Beamten, Angestellten und Arbeiter (Verbaost) und bis zu seinem Tode stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes. Zudem war er Sprecher der Landsmannschaft Westpreußen.

Partei

Kühn war in der Weimarer Republik Mitglied der Deutschen Volkspartei. 1945 war er Mitbegründer der FDP.

Abgeordneter

Er gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahl 1949 bis zu seinem Tode an und war dort innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Von 1949 bis 1953 war er Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. 1953 bis 1957 war er stv. Vorsitzender des Bundestagsausschusses für das Beamtenrecht. Von 1957 bis zu seinem Tode leitete er den Fraktionsarbeitskreis Innenpolitik.

Verbindungen

Während seines Studiums wurde Kühn Mitglied der Tübinger Sängerschaft Zollern. Dass er außerdem noch den Sängerschaften Arion Leipzig, Fredericiana Halle, Bardia Bonn, Altpreußen Königsberg, Leopoldina Breslau, Thuringia Heidelberg und Prager Universitäts-Sängerschaft Barden zu München angehörte, führte zu seinem Spitznamen "Papa Kühn, der Vielbändermann". Von 1955 bis zu seinem Tode war er Vorsitzender des Altherrenverbandes der Deutschen Sängerschaft.

Veröffentlichungen