Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16  
 
 

Rang

2732

Dauer Mitgliedschaft

3 Jahre, 326 Tage

Alter beim Eintritt

32

Mitglied der...

12. Wahlperiode (1990-1994)

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

ANKAUF

HABEN SIE EINEN FEHLER GEFUNDEN?

RANG

Je länger die Person Mitglied des Bundestages war, desto besser (niedriger) der Rang. Steht hinter dem Rang ein * , dann ist diese Personen noch im aktuellen Bundestag vertreten und kann im Rang weiter steigen. Der Rang und die "Dauer Mitgliedschaft" wurden per 20.09.2009 errechnet - dem vermutlichen Ende der aktuellen Wahlperiode.  Zurückliegende Werte einblenden »
 
 

Was passiert bei "Wahlperiode durchlaufen"?

01. Beim Klick auf die Schaltflächen gelangen Sie zur/zum - alphabetisch gesehen - nächsten Abgeordneten. 02. In der Gruppe "eine Wahlperiode" (Schaltflächen 01-16) eben zu dem Namen, der nur in dieser Legislatur dem aktuellen folgt. Den vorangegangenen Namen erreichen Sie hier nicht. 03. In der Gruppe "alle Wahlperioden" (Schaltflächen « und ») durchlaufen Sie alle Wahlperioden und alle Namen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Ingrid Köppe (* 6. März 1958 in Berlin) ist eine deutsche Bürgerrechtlerin, Politikerin (Neues Forum) und Rechtsanwältin.

Leben

Ingrid Köppe legte ihr Abitur im Jahre 1976 ab und nahm ein Lehrerstudium (Russisch und Deutsch) an der Pädagogischen Hochschule Güstrow auf, welches sie später abbrach. Sie verweigerte die Zustimmung zur Ausbürgerung Wolf Biermanns und arbeitete als Bibliothekarshelferin. Zwischen 1978 und 1981 studierte sie an der Fachschule für Bibliothekare in Leipzig. Danach nahm sie eine Zeitlang eine Stellung als Bibliothekarin an. Sie beteiligte sich 1983/1984 an Aktionen gegen die nukleare Aufrüstung des Warschauer Paktes und nahm an Protesten gegen die Fälschungen der Kommunalwahl 1989 teil.

Im September 1989 engagierte sich Köppe im Neuen Forum zusammen mit anderen Bürgerrechtlern wie Bärbel Bohley, Reinhard Schult, Rolf Henrich. Sie wurde zur Sprecherin des Neuen Forums am Zentralen Runden Tisch gewählt. Im Januar 1990 gehörte sie zu den Besetzern des Stasi-Archivs. Sie war Patin eines besetzten Hauses in Berlin 1990. Sie sprach sich 1990 gegen ein Verbot der Nationalen Alternative aus, da das Problem nur in den Untergrund gedrängt werde. Sie war Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitung Die Andere.

Köppe unterschrieb 1991 den Aufruf "Kein dritter Weltkrieg! - Wir Frauen fordern, dass die Mehrheit dieser Welt zu Wort kommt." und rief zur totalen Kriegsdienstverweigerung auf. 1991 wandte sie sich gegen die Gründung von Bündnis 90 und forderte stattdessen ein eigenständiges Neues Forum. Sie protestierte 1991 gegen die Übernahme von ehemaligen Stasi- und Polizeikräften durch den Bundesgrenzschutz.

Nach der Bundestagswahl 1990 war Köppe bis 1994 für die Listenvereinigung Bündnis 90/Grüne Mitglied des Deutschen Bundestages, wo sie innenpolitische Sprecherin der Bundestagsgruppe wurde. Sie brachte einen Entwurf zum Stasi-Unterlagen-Gesetz ein und arbeitete im Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Vorgänge um die Organisation "Kommerzielle Koordinierung" (KoKo) mit. Ihr als "geheim" eingestufter Abschlussbericht gelangte erst 1994 an die Öffentlichkeit. Darauf wurde ein Ermittlungsverfahren wegen "Verdachts der Verletzung einer besonderen Geheimhaltungspflicht" gegen sie eingeleitet, das jedoch eingestellt wurde. 1993 forderte Köppe die Abschaffung der bundesdeutschen Nachrichtendienste. Sie stimmte 1993 gegen die Änderung des Asylrechts-Artikels 16 des Grundgesetzes. Als einzige Bürgerrechtlerin lehnte Köppe 1995 die Annahme des Bundesverdienstkreuzes ab, weil sie der Meinung war, dass die geplante Auszeichnung "im Gegensatz zur realen Geringschätzung der Anliegen der Bürgerbewegung in der Bundesrepublik Deutschland" stehe.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag studierte sie Rechtswissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und arbeitet heute als Rechtsanwältin in Wriezen in Brandenburg.