Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

1285 *

Dauer Mitgliedschaft

10 Jahre, 332 Tage *

Alter beim Eintritt

35

Bekommen

2004-01

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

Je länger die Person Mitglied des Bundestages war, desto besser (niedriger) der Rang. Steht hinter dem Rang ein * , dann ist diese Personen noch im aktuellen Bundestag vertreten und kann im Rang weiter steigen. Der Rang und die "Dauer Mitgliedschaft" wurden per 20.09.2009 errechnet - dem vermutlichen Ende der aktuellen Wahlperiode.  Zurückliegende Werte einblenden »
 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Johannes Kahrs (* 15. September 1963 in Bremen) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur leistete Kahrs zunächst seinen Wehrdienst als Reserveoffiziersanwärter ab und absolvierte anschließend ein Studium der Rechtswissenschaft. Während seiner Studienzeit wurde er Mitglied des Hamburger Wingolfs und war von 1990 bis 1992 Bundessprecher des Wingolfsbundes. Nach dem ersten Staatsexamen trat Kahrs in die SAGA ein, in der er zuletzt als Stabsstellenleiter tätig war.

Familie

Auch die Eltern von Johannes Kahrs, Wolfgang Kahrs und Bringfriede Kahrs, sind Mitglieder der SPD. Beide waren lange Jahre Senatoren in Bremen: Wolfgang Kahrs war Senator für Rechtspflege und Strafvollzug und Bringfriede Kahrs später Senatorin für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport.

Kahrs geht offen mit seiner Homosexualität um.

Partei

Seit 1982 ist Kahrs Mitglied der SPD. Er engagierte sich zunächst bei den Jungsozialisten, deren Hamburger Landesvorstand er zwei Jahre angehörte.

Im Mai 1992 erstattete die Hamburger Juso-Funktionärin Silke Dose Anzeige wegen wiederholter nächtlicher anonymer Telefonanrufe mit drohendem und beleidigendem Inhalt. Sie vermutete einen Stalker. Die Fangschaltung der Ermittler ergab Kahrs als Anrufer. Das Strafverfahren gegen Kahrs, in dem ihn Ole von Beust vertrat, wurde gegen Zahlung eines Bußgeldes von 800 DM eingestellt. Daraufhin forderten ihn im August 1992 über 50 Hamburger Sozialdemokraten erfolglos zum Rücktritt von allen politischen Ämtern auf.

Seit 2002 ist er Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Hamburg-Mitte. Bei der letzten Wahl zum Landesvorstand im März 2007 wurde Kahrs zunächst nicht gewählt. In der Nachwahl im Juni 2007 wurde Kahrs jedoch mit einer Stimme Mehrheit erneut in den Landesvorstand der Hamburger SPD gewählt. Bei der letzten Wahl zum Kreisvorsitzenden in Hamburg-Mitte erreichte er eine Zustimmung von 98 % der Delegierten.

Bei der Auseinandersetzung um die Nachfolge von Klaus Uwe Benneter nach der Bundestagswahl 2005 setzte sich Kahrs für Kajo Wasserhövel, den vorgeschlagenen Kandidaten des Parteivorsitzenden Franz Müntefering, ein. Nach dem Votum eines Großteils des SPD-Parteivorstands für Andrea Nahles, einer Vertreterin der SPD-Linken, und dem danach erfolgten Rücktritt des Vorsitzenden Franz Müntefering sprach Kahrs von einem Dolchstoß, was ihm auch in Teilen der SPD-Rechten Kritik einbrachte. Die Ankündigung von Heidemarie Wieczorek-Zeul, nicht mehr für das Amt der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden zu kandidieren, betrachtete Kahrs als seinen persönlichen Erfolg. Aufgrund von Anfeindungen aus Teilen der Partei verzichtete Andrea Nahles auf die Kandidatur zur Generalsekretärin und lehnte auch das Amt der stellvertretenden Parteivorsitzenden ab, für das Matthias Platzeck sie vorschlug. Kahrs war gegen eine Kandidatur Mathias Petersens zur Bürgerschaftswahl 2008.

Wahlkampfspenden

Laut einem Artikel des Hamburger Abendblatts hat der Rüstungskonzern Rheinmetall für den Bundestagswahlkampf 2005 eine Parteispende unter der Veröffentlichungsgrenze von 10.000 Euro an Kahrs' Kreisverband Hamburg-Mitte gezahlt. "Problematisch sei an dieser Spende die Tatsache, dass Kahrs für die SPD im Verteidigungs- und im Haushaltsausschuss des Bundestags sitzt." Die Welt berichtet am 21. September 2006, dass ebenfalls eine Spende vom Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann - knapp unter der Veröffentlichungsgrenze von 10.000 Euro - an Kahrs' Kreisverband Hamburg-Mitte geflossen ist. Die Frankfurter Rundschau berichtet am 13. Oktober 2006 unter dem Titel: "Parteispenden: In Kahrs' Unterbezirk ist die Rüstungsindustrie großzügig" von insgesamt mehr als 60.000 Euro, die aus der Rüstungsindustrie geflossen sind. Kahrs gehört den Präsidien des Förderkreises Deutsches Heer e.V. und der ebenfalls Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. an und ist Schatzmeister der Deutsche Atlantischen Gesellschaft e.V. Jedoch wurde die Parteispende dem Hamburger Landesvorstand der SPD bekannt, zudem war Kahrs zum Zeitpunkt der Spende nicht für Verteidigungspolitik, sondern als Mitglied des Haushaltsausschusses Berichterstatter für den Etatplan des Deutschen Bundestages (Haushaltsplan 02) zuständig.

Haltung zum Hamburger Volksentscheid

Johannes Kahrs unterstützte die von der CDU vorgeschlagenen Änderungen am 2004 durch einen Volksentscheid beschlossenen Wahlrecht. Die Änderungen umfassten unter anderem ein stärkeres Gewicht von Parteilisten und waren innerhalb Hamburgs stark umstritten.

Abgeordneter

Von 1993 bis 1998 gehörte Kahrs der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte an, in der er seit 1994 Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses ist.

Seit 1998 ist Johannes Kahrs Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist Sprecher des Seeheimer Kreises. Er ist ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss.

Kahrs ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Mitte in den Deutschen Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 49,5 % der abgegebenen Erststimmen.

Bundeswehr

Bei der Bundeswehr startete er seine Laufbahn zunächst als Panzergrenadier. Kahrs nimmt als Reserveoffizier regelmäßig an Wehrübungen teil und war längere Zeit Major d.R. Seit Juli 2007 bekleidet er den Rang eines Oberstleutnants der Reserve. Johannes Kahrs unterstützt das Konzept der SPD-Parteiführung zur veränderten Wehrpflicht bei der Bundeswehr ("Wehrpflicht Plus").

Quellen und Einzelnachweise