Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

3021

Dauer Mitgliedschaft

2 Jahre, 2 Tage

Alter beim Eintritt

66

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Hermann Höpker-Aschoff (* 31. Januar 1883 in Herford; † 15. Januar 1954 in Karlsruhe) war ein deutscher Politiker (DDP, FDP) und erster Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

Leben und Beruf

Hermann Höpker-Aschoff studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Jena. Er lehrte als Professor für Geldlehre und Finanzwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Unter dem NS-Regime war er als Chefjurist in der Haupttreuhandstelle Ost tätig, die für den legalisierten Raub jüdischen und polnischen Eigentums zuständig war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er bei der Regierung des Landes Lippe tätig und beeinflusste dort maßgeblich die Errichtung der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford. Am 7. September 1951 wurde er der erste Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Er übte dieses Amt bis zu seinem Tode aus. Unter seinem Vorsitz erließ der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts 1952 das Verbot der SRP. Hingegen war er ein Gegner des KPD-Verbotes, so dass das Verfahren erst nach seinem Tod wirklich in Gang kam.

Partei

In der Weimarer Republik gehörte Höpker-Aschoff der DDP (ab 13. Juli 1930: Deutsche Staatspartei) an. 1945 beteiligte er sich an der Gründung der FDP in Westfalen.

Abgeordneter

Höpker-Aschoff war 1921 bis 1932 Landtagsabgeordneter in Preußen. 1930 bis 1932 war er Reichstagsabgeordneter.

1948/49 war Höpker-Aschoff Mitglied des Parlamentarischen Rates. Dort hat er, der überzeugter Zentralist war, im wesentlichen die Finanzverfassung des Grundgesetzes (X. Abschnitt) geprägt. Insbesondere wird ihm die Schaffung der starken Bundesstellung im Finanzbereich und die Unabhängigkeit der Bundesbank von Weisungen der Politik zugeschrieben.

Dem Deutschen Bundestag gehörte er in der ersten Legislaturperiode alsVorsitzender des Finanzausschusses bis zum 9. September 1951 an.

Öffentliche Ämter

Vom 18. Februar 1925 bis 1931 war Höpker-Aschoff Finanzminister in Preußen. Er war mit Ministerpräsident Otto Braun und Kultusminister Carl Heinrich Becker maßgeblich an den Verhandlungen mit dem Vatikan über das "Preußenkonkordat" vom 14. Juni 1929 beteiligt. Nach dem Preußenschlag verhandelte er im Auftrage der (abgesetzten) Landesregierung mit der Reichsregierung erfolglos über die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung.

Ehrungen

Höpker-Aschoff war Ehrenbürger seiner Heimatstadt Herford. Am 19. Januar 1954 ehrte ihn der Bundestag mit einem Staatsakt.

Veröffentlichungen