Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

2590 *

Dauer Mitgliedschaft

3 Jahre, 338 Tage *

Alter beim Eintritt

39

Mitglied der...

16. Wahlperiode (ab 2005)

Bekommen

2008-04

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Lutz Eberhard Heilmann (* 7. September 1966 in Zittau) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit der DDR, der in den Bundestag einzog.

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1985 an der EOS Zittau leistete Heilmann einen freiwillig von 18 Monate auf drei Jahre verlängerten Wehrdienst beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ab. Anschließend wurde Heilmann hauptamtlicher Mitarbeiter der Hauptabteilung Personenschutz des MfS. Heilmann wurde nach eigenen Angaben nur im Objektschutz staatlicher Einrichtungen eingesetzt. Im Oktober 1989 soll Heilmann nach eigenen Angaben ein Entlassungsgesuch eingereicht haben. Tatsächlich schied er erst im Januar 1990 aus dem MfS aus, als dieses aufgelöst wurde.

1991 begann Heilmann ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Zittau. Ab 1992 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft an der FU Berlin und der Christian-Albrechts-Universität Kiel, welches er 2005 nach dem ersten juristischen Staatsexamen unterbrach, weil er in den Bundestag einzog. 2005 war er Rechtsreferendar in Lübeck.

Partei

Heilmann wurde 1986 Mitglied der SED. Nachdem er 1992 deren Nachfolgepartei PDS verlassen hatte, wurde er 2000 erneut PDS-Mitglied. Von 2000 bis 2002 gehörte er dem Vorstand des PDS-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg an.

Nach einer Vorstandsentscheidung des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern bezüglich des Abschusses von Kormoranen wechselte er den Landesverband und wurde Mitglied der PDS in Schleswig-Holstein. 2004 baute Heilmann in Mecklenburg-Vorpommern eine ['solid]-Gruppe auf.

Heilmann wechselte nach den Stasi-Vorwürfen vom Kreisverband Lübeck in den Kreisverband Neumünster der Linken, da der Lübecker Kreisverband nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten will.

Abgeordneter

Seit 2005 ist Lutz Heilmann Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist als einziger Kandidat der Linken über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag eingezogen.

Stasi-Vorwürfe

Im Oktober 2005 enthüllte Der Spiegel Heilmanns Stasi-Vergangenheit, die er verschwiegen hatte. Heilmann gibt bis heute öffentlich an, während seiner Zeit beim MfS seinen Wehrdienst geleistet zu haben, was eine begriffliche Verwechslung mit dem so genannten Grundwehrdienst im Rahmen der allgemeinen Wehrpflicht ermöglichen soll. Tatsächlich war Heilmann nach Ableisten der allgemeinen Wehrpflicht von 18 Monaten für die Zeit bis 1990 als Berufssoldat beim MfS beschäftigt und verließ dies erst als es aufgelöst wurde.

Auf dem Kreisparteitag der Linken am 22. November 2005 in Lübeck erklärte Heilmann, dass er Einsicht in seine Stasiunterlagen beantragt habe und jedem Mitglied der Presse und der Linkspartei Schleswig-Holstein Einsicht gewähren werde. Seit dem 21. Januar 2007 liegt die Akte vor und kann nach Terminabsprache im Beisein des Abgeordneten eingesehen werden. Es wurde jedoch mehrfach berichtet, das Heilmann nur Teile seine Akte zur Einsicht freigibt.

Vor der Wahl hatte Heilmann den Mitgliedern des Landesverbandes seine Tätigkeit beim MfS verschwiegen. Dies war ein klarer Verstoß gegen innerparteiliche Richtlinien. Auf dem Landesparteitag am 4. Dezember 2005 stimmten die Mitglieder des Landesverbandes Schleswig-Holstein über einen Misstrauensantrag gegen Heilmann ab. Trotz des knappen Ergebnisses von 47 Stimmen für Heilmann zu 42 gegen ihn trat er nicht von seinem Mandat zurück. Heilmann ist seitdem innerhalb der Linken in Schleswig-Holstein stark umstritten.