Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

2265

Dauer Mitgliedschaft

4 Jahre, 1 Tag

Alter beim Eintritt

49

Bekommen

Externe Verweise

Wikipedia

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Wolfgang Hedler (* 7. November 1899 in Magdeburg; † 26. Februar 1986 in Stuttgart) war ein deutscher Politiker.

Leben

Hedler gehörte während Weimarer Republik dem Stahlhelm und während der Zeit des Nationalsozialismus der NSDAP an, beruflich war er zunächst als leitender Angestellter einer Bank und dann als Angestellter eines kirchlichen Hilfswerkes in Rendsburg tätig. 1949 wurde er für die Deutsche Partei in den Deutschen Bundestag gewählt. Am 19. Januar 1950 wurde er wegen pronazistischer und antisemitischer Äußerungen aus der DP-Fraktion und -Partei ausgeschlossen.

Zweifelhafte Bekanntheit erlangte Hedler durch einen Vortrag in der Gaststätte "Deutsches Haus" in Neumünster-Einfeld am 26. November 1949, in dem er die Mitglieder des deutschen Widerstands als "Vaterlandsverräter" beschimpfte und die deutsche Kriegsschuld bestritt. Dabei sagte er: "Ob das Mittel, die Juden zu vergasen, das gegebene gewesen ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Vielleicht hätte es andere Wege gegeben, sich ihrer zu entledigen." Am 31. Januar 1950 begann der Prozess am Landgericht Kiel gegen ihn, wo er wegen Verleumdung und Verunglimpfung angeklagt wurde. Die Richter, selber ehemalige NSDAP-Mitglieder, sprachen Hedler jedoch frei, was zu einer ungeheuren Welle der Empörung führte. Im Berufungsverfahren wurde Hedler schließlich am 20. Juli 1951 wegen "öffentlicher Beleidigung in Tateinheit mit öffentlicher Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und mit öffentlicher übler Nachrede" zu neun Monaten Haft verurteilt. Hedler legte zwar Revision beim Bundesgerichtshof ein, scheiterte damit jedoch im Mai 1952.

Am 10. März 1950 wurde er von Bundestagspräsident Dr. Erich Köhler wegen ständigen Störens von der Teilnahme am Rest der Sitzung ausgeschlossen. Ein wenig später erlitt er leichte Verletzungen, als er auf der Flucht vor einer Gruppe von SPD-Abgeordneten durch eine geschlossene Glastür fiel und auf einer Treppe stürzte. Unter der Führung von Herbert Wehner und Rudolf-Ernst Heiland war er gewaltsam aus dem Bundestagsruheraum vertrieben worden, weil er sich nach dem Ausschluss nicht mehr in den Räumen des Bundestages hätte aufhalten dürfen. Er schloss sich der DRP an, aus der er allerdings bereits im September 1950 wieder ausschied. Im Januar 1952 gründete er mit Günter Goetzendorff die kurzlebige Nationale Reichspartei. Am 25. März 1953 beteiligte er sich an der Wiedergründung der WAV-Gruppe im Bundestag, kandidierte jedoch bei der Bundestagswahl erfolglos für den Dachverband der Nationalen Sammlung (DNS) und schied aus dem Parlament aus.