Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

112

Dauer Mitgliedschaft

25 Jahre, 44 Tage

Alter beim Eintritt

36

Bekommen

2004-01, 2004-02, 2004-02, 2004-02, 2004-02, 2004-03, 2004-03, 2004-03, 2004-03, 2004-03, 2004-05, 2004-05, 2004-05, 2004-07, 2004-07, 2004-08, 2004-08, 2004-10, 2006-09

Externe Verweise

Wikipedia

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Josef Ertl (* 7. März 1925 in Oberschleißheim; † 16. November 2000 in Murnau am Staffelsee) war ein deutscher Politiker (FDP).

Er war von 1969 bis 1983 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Ausbildung und Beruf

Ertl wurde als Sohn eines Landwirts geboren. Er wuchs in Oberschleißheim bei München auf. Nach dem Abitur 1943 nahm Ertl zunächst als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende absolvierte er dann eine landwirtschaftliche Lehre und ein anschließendes Studium der Landwirtschaft in Freising, welches er 1950 als Diplom-Landwirt beendete. Er trat danach in den bayerischen Staatsdienst ein und war von 1952 bis 1959 im Bayerischen Landwirtschaftsministerium tätig. Von 1959 bis 1961 war er als Oberlandwirtschaftsrat Leiter des Landwirtschaftsamtes Miesbach.

Familie

Josef Ertl war seit 1953 verheiratet mit Paula Niklas, der Tochter seines Vorgängers im Amt des Bundeslandwirtschaftsministers Wilhelm Niklas. Ertl lebte in Bad Wiessee und während seiner Amtszeit als Bundeslandwirtschaftsminister auch im Bonner Stadtteil Pech. Am Ostermontag 1993 wurde er auf dem familieneigenen Bauernhof von einem Stier angefallen, konnte aber trotz lebensgefährlicher Verletzungen - darunter eine Brustkorbquetschung mit Lungenverletzung und mehrere Rippenbrüche - gerettet werden. Seither war er auf den Rollstuhl angewiesen. Sieben Jahre später wurde er am 10. November 2000 auf dem Hof seines Sohnes Christoph in Rott am Lech erneut Opfer eines Unfalls, bei dem er sich schwere Brandverletzungen zuzog, indem er mit seiner Kleidung mit offenem Feuer in Berührung kam. Eine Behandlung im Krankenhaus in Murnau am Staffelsee konnte Ertl nicht mehr retten. Er erlag dort schließlich am 16. November 2000 seinen Verletzungen.

Partei

Seit 1952 war Ertl Mitglied der FDP. 1971 löste er Dietrich Bahner als Landesvorsitzenden der FDP in Bayern ab und übte dieses Amt bis 1983 aus. Sein Nachfolger wurde Manfred Brunner.

Abgeordneter

Von 1961 bis 1987 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1968 bis 1969 Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.

Öffentliche Ämter

Nach der Bundestagswahl 1969 wurde er am 22. Oktober 1969 als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in die von Bundeskanzler Willy Brandt geführte Bundesregierung berufen. Dieses Amt bekleidete er dann auch unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition trat er am 17. September 1982 gemeinsam mit den anderen FDP-Bundesministern zurück. Nach der Wahl von Helmut Kohl zum Bundeskanzler trat Ertl am 4. Oktober 1982 erneut als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in die Bundesregierung ein. Da die FDP bei der vorgezogenen Bundestagswahl 1983 erhebliche Stimmeinbußen hinnehmen musste, konnte sie in den Koalitionsverhandlungen nur noch drei FDP-Bundesminister durchsetzen. Das Landwirtschaftsministerium wurde von der CSU beansprucht, so dass Ertl am 29. März 1983 aus der Bundesregierung ausschied.

Gesellschaftliche Ämter

Der gläubige Katholik Josef Ertl wurde bei der Gründung des Katholisch-Liberalen Arbeitskreises (KLA) 1975 dessen erster Vorsitzender. Von 1983 bis 1990 war er Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und danach deren Ehrenpräsident. Außerdem war er von 1978 bis 1991 Präsident des Deutschen Skiverbandes.

Ehrungen

Weiter war Ertl auch Ökonomierat der Republik Österreich und Ehrendoktor der Universität Tokio.

Zur Erinnerung an Ertl verleiht die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) seit 2001 die Josef-Ertl-Medaille.

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