Wahlperioden durchlaufen

eine Wahlperiode

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Rang

1285 *

Dauer Mitgliedschaft

10 Jahre, 332 Tage *

Alter beim Eintritt

27

Bekommen

2004-01, 2004-01, 2004-01, 2004-04, 2004-04, 2004-05, 2004-06, 2004-07, 2004-07, 2004-09, 2006-11, 2007-12

Externe Verweise

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RANG

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Letzte Aktualisierung dieser Seite

02. November 2008

Eintrag aus der Deutschen Wikipedia

Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen.

Ekin Deligöz (* 21. April 1971 in Tokat, Türkei) ist eine türkischstämmige deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen).

Biographie

Im September 1979 kam Ekin Deligöz mit ihrer Familie in die Bundesrepublik Deutschland. 1992 bestand sie in Weißenhorn das Abitur und absolvierte anschließend ein Studium der Verwaltungswissenschaften in Konstanz und Wien, welches sie 1998 als Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin beendete.

Ekin Deligöz ist seit 1997 deutsche Staatsbürgerin. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei

Schon als Schülerin wurde sie 1988 Mitglied bei Die Grünen. Sie gehörte 1991 zu den Mitbegründern des Landesverbandes Bayern der Grünen Jugend und war in dieser Zeit die Sprecherin der Grün Bunt Alternativen Jugend Bayern. Von 1991 bis 1993 war Ekin Deligöz im Ortsvorstand Senden. Sie beteiligte sich von 1993 bis 1995 am Aufbau der Grünen Hochschulgruppe an der Universität Konstanz.

Seit 2002 ist Ekin Deligöz Vorsitzende des Bezirksverbandes Schwaben von Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2004 gehört sie auch dem Parteirat der Grünen in Bayern an.

Abgeordnete

Ekin Deligöz ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war sie von 2002 bis 2005 Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Seit November 2005 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Mitglied der Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder (Kinderkommission) des Deutschen Bundestages. War sie in ihrer ersten Legislaturperiode die erste und einzige, so ist sie im 16. Deutschen Bundestag eine von fünf Muslimen.

Ekin Deligöz ist, wie alle Abgeordneten der bayerischen Grünen, über die Landesliste Bayern in den Bundestag eingezogen. Ihr Wahlkreis ist Neu-Ulm.

Ehrenamtliche Tätigkeiten

Ekin Deligöz ist Vorstandsmitglied bei UNICEF Deutschland, Mitglied bei SOLWODI (Solidarity with Women in Distress) e.V., Mitglied im Hauptausschuss des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, Mitglied im Parlamentarischen Beirat der Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Mitglied der Vertreterversammlung der Ulmer Volksbank e.G., Mitglied des Bundesfachverbandes für unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. und Mitglied des Tierschutzvereins Weißenhorn e.V.

Auszeichnungen

Deutsch-Türkischer Freundschaftspreis 2007 in der Kategorie Politik.

Aufruf zum Ablegen des Kopftuchs

Am 15. Oktober 2006 rief Deligöz in der Bild am Sonntag zusammen mit einer Gruppe von deutsch-türkischen Politikerinnen in Deutschland lebende Musliminnen dazu auf, das Kopftuch abzulegen. Sie forderte alle demokratischen Kräfte und vor allem Deutschtürken dazu auf, sich gegen dieses "Zeichen der Unterdrückung der Frau" zur Wehr zu setzen. Daraufhin sah sie sich neben einer Pressekampagne einschlägiger türkischer Zeitungen auch mit Schmähungen und Morddrohungen radikaler Moslems konfrontiert. Der Islamrat und die Milli Görüş kritisierten diesen Aufruf dahingehend, dass sich alle Gleichgesinnten besser um "die Bretter vor ihren eigenen Köpfen" kümmern sollten. Bei einem Treffen zwischen Vertretern islamischer Verbände, unter anderem mit Ali Kizilkaya vom Islamrat und Kenan Kolat von der Türkischen Gemeinde in Deutschland, und Vertretern von (Bündnis 90/Die Grünen), darunter außer Deligöz auch Fraktionschefin Renate Künast und Wolfgang Wieland, in Berlin am 31. Oktober 2006, konnte man sich zumindest auf den Minimalkonsens einigen, das Recht auf Meinungsfreiheit nicht in Frage zu stellen.

Am härtesten wurde Deligöz von türkisch-islamistischen Kreisen attackiert. Deligöz gehört den Aleviten an, die eine geschlechtsspezifische Kleiderordnung außerhalb der Gottesdienste ablehnen, so dass alevitische Frauen (i.d.R.) kein Kopftuch tragen.

Veröffentlichungen