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ANKAUFHABEN SIE EINEN FEHLER GEFUNDEN?RANGJe länger die Person Mitglied des Bundestages war, desto besser (niedriger) der Rang. Steht hinter dem Rang ein * , dann ist diese Personen noch im aktuellen Bundestag vertreten und kann im Rang weiter steigen. Der Rang und die "Dauer Mitgliedschaft" wurden per 20.09.2009 errechnet - dem vermutlichen Ende der aktuellen Wahlperiode.
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Letzte Aktualisierung dieser Seite 02. November 2008
Eintrag aus der Deutschen Wikipedia Hierbei handelt es sich um einen Auszug, abgerufen im September 2008. Die Inhalte können heute schon anders aussehen. Gerhart Baum (Gerhart Rudolf Baum; * 28. Oktober 1932 in Dresden) ist ein deutscher Politiker (FDP) und Rechtsanwalt. Er war von 1972 bis 1978 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern und von 1978 bis 1982 Bundesminister des Innern. Leben und Beruf Baum entstammt einer großbürgerlichen Familie, sein Vater war Rechtsanwalt. Nach der Bombardierung Dresdens in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 floh seine Mutter mit den Kindern zunächst an den Tegernsee. Die Familie zog 1950 nach Köln um. Der Vater war in sowjetrussischer Kriegsgefangenschaft verstorben. Nach dem Abitur 1954 absolvierte Baum ein Studium der Rechtswissenschaft in Köln, welches er 1957 mit dem ersten Staatsexamen beendete. Nach dem juristischen Vorbereitungsdienst folgte 1961 das zweite Staatsexamen. Er arbeitet danach als Rechtsanwalt in Köln und war dann von 1962 bis 1972 Mitglied der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Seit 1994 ist er wieder als Rechtsanwalt tätig und seit 2007 ist Gerhart Baum Senior-Partner der Kanzlei Baum, Reiter & Collegen, die sich auf Anleger- und Verbraucherschutz spezialisiert hat. So hat Baum die Opfer des Ramstein-Unglücks, die Angehörigen des Concorde-Unglücks und die russischen Zwangsarbeiter gegen die Bundesregierung vertreten. 2006 wurde er zum Kustos des mittelständischen Unternehmertums ernannt. Gerhart Rudolf Baum ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Köln. Gelegentlich schreibt er in Printmedien; zuletzt in der Wochenzeitung Die Zeit eine Besprechung des Films Der Baader Meinhof Komplex. Partei Seit 1954 ist er Mitglied der FDP. Hier engagierte er sich zunächst bei den Jungdemokraten, deren Bundesvorsitzender er von 1966 bis 1968 war. Von 1966 bis 1998 war er Mitglied im FDP-Bundesvorstand. Von 1970 bis 1990 gehörte er außerdem dem FDP-Landesvorstand von Nordrhein-Westfalen an. Von 1978 bis 1991 war er Mitglied im Präsidium der FDP und von 1982 bis 1991 Stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender. Gerhart Rudolf Baum gehört innerhalb der FDP zum linksliberalen Freiburger Kreis. Abgeordneter Von 1969 bis 1973 war er Mitglied im Rat der Stadt Köln und hier Vorsitzender der FDP-Fraktion. Von 1972 bis 1994 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Baum ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag eingezogen. Von 1989 bis 1993 war das spätere FDP-Bundesvorstandsmitglied Mehmet Gürcan Daimagüler Leiter seines Bonner Abgeordnetenbüros. Öffentliche Ämter Am 15. Dezember 1972 wurde er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern in die von Willy Brandt geführte Bundesregierung berufen. Dieses Amt behielt er zunächst auch unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. Nach dem Rücktritt von Werner Maihofer wurde er dann am 8. Juni 1978 zum Bundesminister des Innern ernannt. Während seiner Amtszeit als Innenminister führte Baum eine Liberalisierung des von der SPD eingeführten Radikalenerlasses herbei, indem er einen "Verzicht auf die Regelanfrage" durchsetzte. Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition trat er am 17. September 1982 gemeinsam mit den übrigen FDP-Bundesministern zurück. Nach dem Ende seiner deutschen Politik-Karriere war Gerhart Baum für die UNO tätig, unter anderem als UNO-Beauftragter für die Menschenrechte im Sudan. Verfassungsbeschwerden Am 3. März 2004 entschied das Bundesverfassungsgericht nach Verfassungsbeschwerde unter anderem von Gerhart Baum - neben Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Burkhard Hirsch - in 1 BvR 1084/99, dass große Teile des Gesetzes zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Großer Lauschangriff) gegen die Menschenwürde verstoßen und deshalb verfassungswidrig sind. Baum erhofft sich durch das BVerfG-Urteil auch eine Einschränkung der Telefonüberwachung, insbesondere bei Journalisten. Baum hatte auch mit einer weiteren Verfassungsbeschwerde erneut mit Burkhard Hirsch und weiteren vier Klägern Erfolg. Das Luftsicherheitsgesetz wurde am 15. Februar 2006 vom Ersten Senat des BVerfG im zentralen Punkt für verfassungswidrig und nichtig erklärt. Ein Abschuss von Passagiermaschinen im Entführungsfall verstoße gegen das Grundgesetz, da dies weder mit dem Grundrecht auf Leben noch mit der Garantie der Menschenwürde vereinbar wäre. (Az.: 1 BvR 357/05) Eine Verfassungsbeschwerde gegen die durch das nordrhein-westfälische Verfassungsschutzgesetz legalisierte Online-Durchsuchung hatte ebenfalls Erfolg. Am 27. Februar 2008 wurde die betreffende Regelung für verfassungswidrig erklärt. Derzeit läuft eine weitere Verfassungsbeschwerde gegen die im November 2007 beschlossene Vorratsdatenspeicherung. Kulturelles Engagement Baum ist ein Förderer der Neuen Musik und außerdem ein engagierter Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. So wandte sich Baum gegen den geplanten Entzug der Förderung des SWR der Donaueschinger Musiktage, dem wichtigsten Musikfestival für Neue Musik, durch den Intendanten Peter Voß. Ebenso setzte er sich 2004 für das weitere Bestehen des SWR-Vokalensembles ein, das in der Fachwelt zu den besten Chören der Welt gezählt wird. Baum ist Mitglied im Kuratorium der "Donaueschinger Musiktage", im Vorstand der Kölner Ausstellungshalle "Fuhrwerkswaage" und unterstützte auch maßgeblich die umstrittene RAF-Ausstellung in den Kunst-Werken Berlin. Am 1. Juli 2005 wurde er zum neuen Sprecher des Kulturrates NRW in Köln gewählt. Auszeichnung Gerhart Baum wurde 2008 "wegen seines unermüdlichen Engagements zur Stärkung und Sicherung der Bürger- und Freiheitsrechte" mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet. 2006 wurde er von der Verlagsgruppe 'markt intern' und kooperierenden Verbänden zum 'Kustos des mittelständischen Unternehmertums' ernannt. Veröffentlichungen (Auswahl) Kabinette |